Fork von Zerobin & Privatebin
PrivateBin-Fork auf eigenem Server, Zero-Knowledge

2023 habe ich PrivateBin geforkt, angepasst und auf meinem eigenen Webserver betrieben. PrivateBin ist selbst ein Fork des klassischen ZeroBin und besteht aus einem PHP-Backend und einem JavaScript-Client. Meine Rolle in diesem eigenen Projekt: Fork, Hosting und Anpassung. Der Kern ist das Zero-Knowledge-Prinzip: Der Server speichert ausschließlich verschlüsselte Daten, lesen kann sie nur, wer die vollständige URL kennt.
Wie es funktioniert
Verschlüsselung im Browser
Die Verschlüsselung läuft vollständig im Browser, bevor Daten den Rechner verlassen. Der JavaScript-Client erzeugt beim Anlegen einer Nachricht einen Schlüssel und verschlüsselt damit den Inhalt. An den Server geht nur das Chiffrat. Der Schlüssel steckt ausschließlich im Fragment der einmalig erzeugten URL, also im Teil hinter dem #. Das Fragment wird nie an den Server gesendet; es bleibt beim Aufruf lokal und wird vom JavaScript ausgelesen, um die Nachricht zu entschlüsseln.
Zero-Knowledge auf dem Server
Das PHP-Backend nimmt das Chiffrat entgegen, speichert es und liefert es beim Abruf wieder aus. Mehr weiß der Server nicht. Als Betreiber kann ich die Inhalte nicht lesen, auch nicht mit vollem Zugriff auf den Server. Genau das ist der Unterschied zu einem Dienst, der Nachrichten im Klartext speichert: Vertrauen in den Betreiber ist nicht nötig, weil die Architektur das Mitlesen technisch ausschließt.
Funktionen
Der Fork unterstützt Text, Code und Datei-Uploads. Für jede Nachricht lässt sich eine Ablaufzeit setzen, nach der der Server das Chiffrat verwirft. Optional schützt ein Passwort den Inhalt zusätzlich; dann reicht die URL allein nicht zum Entschlüsseln. Für Einmal-Nachrichten gibt es die Option „Nach dem Lesen löschen“: Das Chiffrat wird beim ersten Abruf gelöscht und ist danach nicht mehr erreichbar.
Fork, Anpassung und Hosting
Ich habe den PrivateBin-Code geforkt, an meine Anforderungen angepasst und auf dem eigenen Webserver betrieben. Eigenes Hosting heißt, dass auch das Chiffrat nur auf dem eigenen Webserver liegt und nicht bei einem externen Pastebin-Dienst. Zusammen mit der clientseitigen Verschlüsselung ergibt das eine Kette, in der an keiner Stelle Klartext außerhalb des Browsers existiert.
Technik im Detail
- Basis: PrivateBin, selbst ein Fork des klassischen ZeroBin
- Sprachen: PHP (Server) und JavaScript (Client)
- Verschlüsselung clientseitig im Browser, der Server speichert nur das Chiffrat
- Schlüssel ausschließlich im URL-Fragment (hinter dem #), wird nie an den Server gesendet
- Inhaltstypen: Text, Code und Datei-Uploads
- Ablaufzeit pro Nachricht
- Optionales Passwort
- „Nach dem Lesen löschen“ für Einmal-Nachrichten
- Betrieb auf dem eigenen Webserver
- Jahr: 2023, Rolle: Fork, Hosting und Anpassung
Status
Den öffentlichen Betrieb habe ich inzwischen eingestellt. Das Projekt bleibt für mich ein Beispiel dafür, wie viel Datenschutz sich mit einem Fork, gezielten Anpassungen und eigenem Hosting erreichen lässt: Nutzer müssen dem Betreiber nicht vertrauen, weil er die Inhalte technisch gar nicht lesen kann.
Projekt-Details
- Jahr
- 2023
- Rolle
- Fork, Hosting, Anpassung
- Stack
- HTML/CSS, JavaScript, PHP
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